Überblick
Kernziele von VICORA sind
Pilotphase (2001-2003):
Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit in der Pilotphase von VICORA war inhaltlich in die zwei Forschungsschwerpunkte Gefäße und Thorax unterteilt. Dazu wurden auf der Basis von CT- bzw. MRT-Bildgebung morphometrische und funktionelle Fragen der radiologischen Diagnostik von medizinischer und volkswirtschaftlicher Relevanz mit Beispielcharakter ausgewählt. Zusätzlich spielen Fragen der präoperativen Planung bzw. der Therapiekontrolle eine wichtige Rolle.
Im Einzelnen wurden im Forschungsschwerpunkt Gefäße die Themen Morphometrie von Aneurysmen, Stenosen und Wandveränderungen, präoperative Planung von Resektionen und Kontrastmittelkinetik sowie im Forschungsschwerpunkt Thorax die Themen Morphometrie von Tumoren zur Verlaufskontrolle, Tumorlokalisation und Segmentzuordnung zur präoperativen Planung, virtuelle Endoskopie und Quantifizierung der Pulmonalarterienhypertonie bearbeitet.
Hauptphase (2004-2006):
Ziel der VICORA Hauptphase ist die Qualitätsverbesserung von Bild gestützter Diagnose und Therapie von Tumorerkrankungen und Herz-Kreislauferkrankungen. Hierbei stehen vor allem Fragen der Therapiekontrolle und der Interventionsunterstützung im Vordergrund.
Die in diesem Themenfeld entstehenden Softwareassistenten sollen insbesondere für die erhöhten Anforderungen der medizinischen Routine entwickelt werden und etablierte diagnostische und therapeutische Prozesse erleichtern, beschleunigen und in der Qualität verbessern, neue diagnostische Prozesse eröffnen, sowie die medizinische Interaktion mit den klinischen Nutzern und Auftraggebern der Radiologie fördern.
Um die im Verbund angestrebte rekursive Entwicklung praxistauglicher Softwareassistenten für die klinische Routine mit frühem Anwenderfeedback sicherzustellen wird mit MeVisLab eine Softwareentwicklungsumgebung eingesetzt, die insbesondere geeignet ist für
Der Verbund VICORA ist eine neuartige, langfristig und interdisziplinär angelegte, intensive Forschungs- und Kooperationsstruktur von Radiologen, klinischen Partnern, Natur- und Informationswissenschaftlern sowie der Industrie. Durch die Zusammenführung der medizinischen, informationstechnologischen und industriellen Kompetenz in einem eng kooperierenden Verbund wird die radiologische Relevanz, die informationstechnische Innovation, die Alltagstauglichkeit und eine weite Verbreitung der radiologischen Softwareassistenten gewährleistet.
VICORA wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert In der VICORA Hauptphase wurde die Verbundsarbeit institutionell und inhaltlich erweitert , der Förderanteil des BMBF deutlich reduziert und die Industriefinanzierung deutlich erhöht.